Blog der Präsidentin

marcella_fhwn.jpgMarcella Sigmund-Graff - (c) FHWN pletterbauer
01.10.2018

Drei Unterschriften

Von 1. bis 8. Oktober gibt es gleich 3 Volksbegehren! Gleich drei Möglichkeiten für Österreicherinnen und Österreicher, Gebrauch von ihrem Zivilrecht  zu machen und über 2 oder 3 Themen abzustimmen. Alle drei betreffen alle Einwohner Österreichs, d.h. wer ein Begehren unterschreibt, kann auch gleich mehrere unterschreiben.

Das Frauenvolksbegehren kann auch Mann mit ruhigem Gewissen unterzeichnen. Denn, wenn es den Frauen besser geht, weil auf Ihre Rechte geachtet wird, profitieren Frauen wie Männer. Ist doch einfach. Männer verlieren keine Rechte, wenn auf die Rechte der Frauen geachtet wird.

Das "Rauchverbot in der Gastronomie"-Begehren ist ebenfalls für alle von Vorteil. Unser aller Gesundheit gehört geschützt. Das Krankenkassensystem zahlt unzählige Euros, um die Folgen des Rauchens zu kurieren … unsere Steuergelder. Mehrere europäische Länder gingen mit Beispiel voran: am Tag X waren alle Lokale rauchfrei. Unsere gewählten Politiker sollen genug Rückgrat haben, unsere Gesundheit zu schützen.

Gebühren für den ORF … ganz ehrlich ein beachtlicher Anteil der ÖsterreicherInnen hört irgendwann Radio, liest gelegentlich die Website; auch wenn wir zunehmend weniger fern sehen, nehmen wir die Angebote des ORF wahr. Abgesehen davon: Ohne die ärgerlich hohen Gebühren hängt das große Rundfunk-Unternehmen völlig vom Goodwill der Regierung ab - und damit vielleicht auch seine Objektivität.

Egal welches Thema, wir müssen nur elektronisch via Web oder persönlich am Gemeindeamt  Gebrauch von unserem Recht machen. Es ist unsere Pflicht den Menschen gegenüber, die sich für unsere Rechte eingesetzt haben. Unsere Pflicht zu versäumen ist so gesehen auch eine Art Missachtung unserer Rechte. Wenn sie uns entzogen wären, wären wir erzürnt. Genau so sollten wir verärgert sein, wenn Frau oder  Mann ihre Rechte und Pflichten vernachlässigen.

 

xxx1
magerle2.jpgRenate Magerle
22.08.2018

Jeder Tag im Jahr ist ein besonderer Tag …

Zu meinem Familienglück gehören auch fünf Nichten, alle sind tüchtige junge Frauen, die mitten im Leben stehen. Eine von ihnen machte mir zu meinem Geburtstag Anfang des Jahres ein besonderes Geschenk, den Kalender „Frauen 2018“.

Jeder Tag ist einer besonderen Frau aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft gewidmet; auf dem Abreißblatt ist ihr Bild zu sehen, ein ihr zugeschriebenes Zitat und auf der jeweiligen Rückseite Daten und Lebensgeschichte.   
Aus der Fülle der oftmals zu Unrecht unbekannten Frauen ist eine meiner Lieblingsfiguren Grace Hopper (1906 - 1992). Sie war eine US-amerikanische Mathematikerin, Informatikerin und Computerpionierin, sie hielt 40 Ehrendoktorwürden, zehn militärische Auszeichnungen und unzählige weitere Ehrungen, darunter 1969 jene mit dem kuriosen Titel „Man oft the Year“.
Ihr Ausspruch auf dem Kalenderblatt gefällt mir besonders: „Der schädlichste Satz in jeder Sprache ist: So haben wir das immer gemacht“.

 

xxx2
RM32.jpgRenate Magerle
15.07.2018

EQUAL PENSION DAY

Am 28. Juli erreichen in Österreich Männer den Pensionsbetrag, den Frauen bis Ende des Jahres bekommen.

Zum diesem Thema erschien in der Tiroler Tageszeitung ein Interview mit dem Sozialwissenschafter Bernd Marin.
Ich zitiere aus diesem Interview:

    ·     In Österreich liegt die durchschnittliche Frauenpension um 41 Prozent unter jener der Männer.

    ·     im früher gültigen Pensionssystem wurden die besten 15 Jahre zur Berechnung der Pension herangezogen, da war es kein Problem,  langjährig geringfügig beschäftigt zu sein.


    ·     Die Pensionsversicherung bewirbt das Pensionssplitting nicht, weil eine Umverteilung von den kurzlebigeren Männern zu den langlebigeren Frauen viel Geld kosten würde.  

    ·     In Österreich liegt der Gender-Pay-Gap nur aufgrund des Geschlechts bei 17 Prozent und ist damit der zweithöchste in der gesamten EU.

    ·     Das traditionelle Rollenverständnis bringt es in Österreich mit sich, dass in 99 von 100 Fällen die Frau sofort zu Hause bleibt, wenn ein Kind kommt und nicht der Mann oder beide gleichermaßen.

    ·    
Die Frau macht in vielen Fällen nur den Zuverdienst und hat kein wirklich selbstständiges Einkommen.

„…man muss den jungen Frauen die Wahrheit sagen: Ihr könnt nicht ohne schwerwiegende Folgen jahrelang gar nicht oder bloß Teilzeit arbeiten … dann liegt eure Pension unter der Armutsschwelle.“

 

xxx3
RM32.jpgRenate Magerle
14.06.2018

Reisetätigkeit

Die vergangenen Wochen im Mai und Juni hatten es in sich - ich war sehr viel unterwegs!

25 Jahre SI Club Wiener Neustadt Maria Theresia - die würdevolle Feier in der Militärakademie mit namhaften Gästen wird mir in angenehmer Erinnerung bleiben, ebenso der Strawberry Brunch des SI Club Graz Rubin - eine genussvolle Veranstaltung, die perfekt organisiert war!

Ich nahm teil am Interunionstreffen in Avignon zur Vorbereitung des jährlich stattfindenen Governor's Meeting. Leider blieb zu wenig Zeit, diese wunderschöne Stadt in der Provence so richtig kennenzulernen!
Anfang Juni durfte ich beim Workshop "Projektschmiede" 28 interessierte Sorores aus 19 Clubs in Linz begrüßen, die miteinander und unter fachkundiger Leitung soroptimistische Projekte erarbeiteten; wir dürfen auf die zu erwartenden Ergebnisse gespannt sein!
Nach dem Besuch der wirklich gut gelungenen Veranstaltung "Dirndl and the City" des Club Wien Vivata verbrachte ich ein wunderschönes Wochenende zum 50. Bestandsjubiläum des SI Club Wels. Die Welser Sorores boten alles auf, was in und um Wels schön und interessant ist, um den Gästen aus nah und fern ein eindrucksvolles Programm zu bieten!
Dazwischen - aber nicht nur nebenbei - Meetings, um die Kampagne "Orange the World" in Gang zu bringen, um in meinen anderen Ehrenämtern Weichenstellungen für die Zukunft zu setzen - der Tag könnte 30 Stunden haben, um alle meine Vorhaben im gewünschten Ablauf voranzutreiben.
Einiges steht zur Erledigung vor dem Sommer noch an, und bevor es in den Endspurt in meiner Funktion als Unionspräsidentin geht, eine Pause zum Verschnaufen - das wünsche ich mir!
Eure Renate 

 

xxx4
RM32.jpgRenate Magerle
07.05.2018

Ein paar Aussagen ...

... die ich kürzlich auf der SIFAF Konferenz in Marrakesch von Soroptimistinnen hörte ...

Alle kennen die Lions und die Rotarier, niemand kennt Soroptimist!

In Lebensläufen sollte angeführt sein, dass frau Soroptimistin ist!

Wir Soroptimistinnen müssen über Soroptimismus sprechen - im Beruf, mit Freunden, etc.

3er Gruppen sollen Frauen einladen und über Soroptimismus sprechen, um Interesse zu wecken - Vorinformation ist wichtig (wer sind wir? was wollen wir?)!

Jede Frau braucht eine Freundin und die findet sie im Club.

Ein Soroptimist Club ist kein Sozialverein, er ist ein „Working Club“!

Junge Frauen denken: Soroptimistinnen sind Mütter und Großmütter.

Junge Clubmitglieder müssen „eingefangen“ werden, bei Veranstaltungen….

Jede Soroptimistin müsste jedes Jahr oder Halbjahr ein neues Clubmitglied bringen.

Wenn eine Soroptimistin keine Soroptimistin rekrutiert, ist sie keine Soroptimistin.

Wenn eine Soroptimistin zu den Veranstaltungen niemand aus Familien- oder Freundeskreis mitbringt, ist sie keine Soroptimistin!

 

xxx5
12 ••5