Blog der Präsidentin

marcella_fhwn.jpgMarcella Sigmund-Graff - (c) fhwn
02.01.2019

Tag der Bildung

Unsere Aufgabe!

In ihre Resolution 73/25 hat die UNO General Versammlung den 24. Januar zum Internationalen Tag der Bildung bestimmt. Das Bewusstsein, dass Bildung ein essentieller Baustein der nachhaltigen und resiliente Gesellschaften und Länder ist, ist nichts Neues. Bildung trägt dazu bei, die Sustainable Development Goals zu erreichen.

Wir als Soroptimistinnen tragen durch zahlreiche Projekte auch dazu bei, dass Frauen und Mädchen Wissen erlangen, Fähigkeiten lernen und entwickeln. Die Basics der Wissensvermittlung deckt unser Bildungssystem. Worauf wir Soroptimistinnen speziell achten und darauf aufmerksam machen (müssen), ist ein Bewusstsein dafür, dass Mädchen und Frauen weitere Rechte haben.

Diese Rechte werden in den Schulen kaum gelehrt (siehe SOS Mitmensch Bericht Nov 2018) und das, unglaublicher Weise, von unseren in primären und sekundären Schulen hauptsächlich von Frauen besetzten Lehrkörpern. Das System lässt es kaum zu. Ich denke wir sind gut aufgestellt, solche Themen in Kooperationen mit Schulen der Jugend näher zu bringen. Diese Art von Bildung hebt bei Schülern das Bewusstsein und verbessert den Umgang im zwischenmenschlichen Miteinander.

Bildung und Bewusstsein sind die Samenkörner die wir bewusst sähen müssen. Als erfahrene Frauen ist es unsere Pflicht der heranwachsenden Gesellschaft ihr Wissen und Bewusstsein in Sachen Frauen- und Menschenrechte durch Bildungsmöglichkeiten konkret zu beeinflussen. Bildung bewegt alle.

 

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marcella_fhwn.jpgMarcella Sigmund-Graff - (c) fhwn
15.12.2018

Awareness – Advocacy – Action

Bewusstsein – Fürsprache – Aktion

Durch diese Schritte setzen sich Soroptimistinnen weltweit für Frauen ein.

Unsere österreichische Union hat mit der Kampagne ORANGE THE WORLD ihre Stimme(n) im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bemerkbar gemacht. Auf diverseste Weise thematisierten wir das Thema Gewalt und die Notwendigkeit, dieser ein Ende zu setzen. Ein fulminanter Erfolg im Jahr 2018! In der Zusammenarbeit der Clubs wie auch mit UN Women NK Österreich und HeforShe Graz erlebten wir, was wir miteinander schaffen können.

Unsere Stimmen sind durch diese Kampagne lauter geworden. Vielen Dank für Euer aller großartigen Einsatz 2018. 2019 werden wir noch lauter und sichtbarer. Eine weltweite Stimme für Frauen: Wir setzen sie für alle Frauen ein. Danke!
Eure Marcella

 

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marcella_fhwn.jpgMarcella Sigmund-Graff - (c) FHWN pletterbauer
01.10.2018

Drei Unterschriften

Von 1. bis 8. Oktober gibt es gleich 3 Volksbegehren! Gleich drei Möglichkeiten für Österreicherinnen und Österreicher, Gebrauch von ihrem Zivilrecht  zu machen und über 2 oder 3 Themen abzustimmen. Alle drei betreffen alle Einwohner Österreichs, d.h. wer ein Begehren unterschreibt, kann auch gleich mehrere unterschreiben.

Das Frauenvolksbegehren kann auch Mann mit ruhigem Gewissen unterzeichnen. Denn, wenn es den Frauen besser geht, weil auf Ihre Rechte geachtet wird, profitieren Frauen wie Männer. Ist doch einfach. Männer verlieren keine Rechte, wenn auf die Rechte der Frauen geachtet wird.

Das "Rauchverbot in der Gastronomie"-Begehren ist ebenfalls für alle von Vorteil. Unser aller Gesundheit gehört geschützt. Das Krankenkassensystem zahlt unzählige Euros, um die Folgen des Rauchens zu kurieren … unsere Steuergelder. Mehrere europäische Länder gingen mit Beispiel voran: am Tag X waren alle Lokale rauchfrei. Unsere gewählten Politiker sollen genug Rückgrat haben, unsere Gesundheit zu schützen.

Gebühren für den ORF … ganz ehrlich ein beachtlicher Anteil der ÖsterreicherInnen hört irgendwann Radio, liest gelegentlich die Website; auch wenn wir zunehmend weniger fern sehen, nehmen wir die Angebote des ORF wahr. Abgesehen davon: Ohne die ärgerlich hohen Gebühren hängt das große Rundfunk-Unternehmen völlig vom Goodwill der Regierung ab - und damit vielleicht auch seine Objektivität.

Egal welches Thema, wir müssen nur elektronisch via Web oder persönlich am Gemeindeamt  Gebrauch von unserem Recht machen. Es ist unsere Pflicht den Menschen gegenüber, die sich für unsere Rechte eingesetzt haben. Unsere Pflicht zu versäumen ist so gesehen auch eine Art Missachtung unserer Rechte. Wenn sie uns entzogen wären, wären wir erzürnt. Genau so sollten wir verärgert sein, wenn Frau oder  Mann ihre Rechte und Pflichten vernachlässigen.

 

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magerle2.jpgRenate Magerle
22.08.2018

Jeder Tag im Jahr ist ein besonderer Tag …

Zu meinem Familienglück gehören auch fünf Nichten, alle sind tüchtige junge Frauen, die mitten im Leben stehen. Eine von ihnen machte mir zu meinem Geburtstag Anfang des Jahres ein besonderes Geschenk, den Kalender „Frauen 2018“.

Jeder Tag ist einer besonderen Frau aus Kultur, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft gewidmet; auf dem Abreißblatt ist ihr Bild zu sehen, ein ihr zugeschriebenes Zitat und auf der jeweiligen Rückseite Daten und Lebensgeschichte.   
Aus der Fülle der oftmals zu Unrecht unbekannten Frauen ist eine meiner Lieblingsfiguren Grace Hopper (1906 - 1992). Sie war eine US-amerikanische Mathematikerin, Informatikerin und Computerpionierin, sie hielt 40 Ehrendoktorwürden, zehn militärische Auszeichnungen und unzählige weitere Ehrungen, darunter 1969 jene mit dem kuriosen Titel „Man oft the Year“.
Ihr Ausspruch auf dem Kalenderblatt gefällt mir besonders: „Der schädlichste Satz in jeder Sprache ist: So haben wir das immer gemacht“.

 

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RM32.jpgRenate Magerle
15.07.2018

EQUAL PENSION DAY

Am 28. Juli erreichen in Österreich Männer den Pensionsbetrag, den Frauen bis Ende des Jahres bekommen.

Zum diesem Thema erschien in der Tiroler Tageszeitung ein Interview mit dem Sozialwissenschafter Bernd Marin.
Ich zitiere aus diesem Interview:

    ·     In Österreich liegt die durchschnittliche Frauenpension um 41 Prozent unter jener der Männer.

    ·     im früher gültigen Pensionssystem wurden die besten 15 Jahre zur Berechnung der Pension herangezogen, da war es kein Problem,  langjährig geringfügig beschäftigt zu sein.


    ·     Die Pensionsversicherung bewirbt das Pensionssplitting nicht, weil eine Umverteilung von den kurzlebigeren Männern zu den langlebigeren Frauen viel Geld kosten würde.  

    ·     In Österreich liegt der Gender-Pay-Gap nur aufgrund des Geschlechts bei 17 Prozent und ist damit der zweithöchste in der gesamten EU.

    ·     Das traditionelle Rollenverständnis bringt es in Österreich mit sich, dass in 99 von 100 Fällen die Frau sofort zu Hause bleibt, wenn ein Kind kommt und nicht der Mann oder beide gleichermaßen.

    ·    
Die Frau macht in vielen Fällen nur den Zuverdienst und hat kein wirklich selbstständiges Einkommen.

„…man muss den jungen Frauen die Wahrheit sagen: Ihr könnt nicht ohne schwerwiegende Folgen jahrelang gar nicht oder bloß Teilzeit arbeiten … dann liegt eure Pension unter der Armutsschwelle.“

 

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